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Die Wasserqualität
   
 
 

Bericht vom 16.02.2009 von Herrn F. Bauer (WWA Kempten):

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Auf der Gemeinderatssitzung referierte Herr Franz Bauer vom Wasserwirtschaftsamt in Kempten mit dem Bericht "von der Algensuppe zum ungetrübten Badevergnügen" in einem ca. 30 Minuten langen Bericht über die Thematik der Wasserqualität des Sulzberger See`s (Öschlesee).

 

So beträgt z.B. die Wassererneuerungszeit am Öschlesee 354 Tage.

 

Im Jahre 1980 begannen die Messungen am Öschlesee und die Vergangenheit  konnte man aufgrund der Untersuchungen am Gewässergrund (Kieselalgen gelangen mit ihren Kieselschalen an den Gewässergrund und "setzen" sich hier im Sediment fest. Aufgrund der Untersuchungen diese Algen und dem Wissen von geschichtlichen Ereignissen, wie z.B. der Defekt des Atomreaktors von Tschernobyl, kann man die dem Gewässerboden entnommenen Schichten den entsprechenden Jahren zuordnen) recht gut nachvollziehen.

 

Ab dem Jahr 1964 konnte man zum Teil exteme Verschlechterungen der Wasserqualität feststellen und so wurde im Jahre 1989 der "Arbeitskreis Sulzberger See" ins Leben gerufen. Zusammen mit den Landwirten, der Gemeinde Sulzberg und dem Wasserwirtschaftsamt Kempten, konnte ein Abkommen getroffen werden, um dem viel zu hohen Nährstoffeintrag in das Gewässer entgegen zu wirken.

 

Im Jahr 1992 wurde die Abwasserkanalisation für die Ortschaft Öschle estellt.

 

Im Jahr 1994 wurde schließlich die Abwasserkanalisation für die Ortschaft See erstellt.

 

Und im Jahr 1993 wurde das erste Absetzbecken an der Südwest-Seite des See`s (am Köhlisbach) in Betrieb genommen.

Dieses Absetzbecken wurde schließlich im Jahre 2003 komplett neu gestaltet und nach den neuesten Richtlinien erstellt. So sind dies jetzt z.B. drei Becken, die hinter einander "geschalten" sind und die Dämme dazwischen sind befahrbar, damit die Becken auch von Zeit zu Zeit geräumt werden können.

Eine Säuberung der Becken fand Anfang des Jahres 2008 statt, da die Becken schon sehr "verlandet" und mit Pflanzenwachstum übersäht waren.

 

Alles in Allem kann man sagen, daß der "Arbeitskreis Sulzberger See" in erheblichem Maße zur Gewässer-Reinigung und -Erhaltung beigetragen hat und ohne die großzügigen und teilweise unentgeltlichen Maßnahmen der Landwirtschaft dieser Erfolg niemals zu verzeichnen gewesen wäre!

 

Wir vom Fischereiverein sagen auf jeden Fall:  VIELEN DANK !!!

 

Die Wasserqualität

In der Gemeinderatssitzung in Sulzberg, welche am Montag, den 25. Juni 2007 stattfand, referierte Herr Kloos vom Wasserwirtschaftsamt in Kempten über die Wasserqualität des Öschlesee`s.

 

In einem kurzen "Rückblick" wurde nochmals erläutert, dass das im Jahr 2003 am südlichen Einlauf des See`s gebaute Rückhaltebecken sehr gute Dienste leistet. Der Bau des Beckens, welches im "3-Kammer-System" aufgebaut ist, kostete damals rund 68.000,00 Euro (und wurde vom WWA mit 19.700,00 Euro bezuschusst). Das Auffangbecken wurde so gestaltet, dass die "Deiche" mit Gerätschaften zu befahren sind, und so auch eine Pflege der Anlage ohne extreme Gerätschaften bzw. Kosten möglich ist.

 

Durch dieses Auffangbecken, so erläuterte Herr Kloos, wurden rund 30 % der Nährstoffe aufgefangen (dies ergaben Messungen vom Jahr 2003 bis zum Jahr 2006).

 

Des weiteren lobte das WWA die gemeindlichen Bemühungen, so z.B. im fortgesetzten Kanalbau oder die Ausgleichzahlungen für Landwirte, die im Wassereinzugsgebiet des See`s auf Dünger verzichten.

 

Die Sichttiefen des Wassers verändern sich doch sehr stark, je nach Witterungsverhältnissen. Jedoch ist eine Tendenz festzustellen. So wurde vom WWA im Jahr 1996 eine Sichttife von 2,0 m festgehalten, die sich in den Folgejahren dann stets (mit Ausnahme des sehr trockenen und niederschlagsarmen Jahr 2003) verbesserte. So konnte im Jahr 2005 eine Sichttiefe von 3,2 m gemossen werden!

 

Inzwischen liegt die Wasserqualität des Öschlesee`s bei der Güteklasse 2 und wird als eutroph eingestuft.

 

Der Öschlesee erfreut sich immer grosser Beliebtheit als Badesee; nicht zuletzt wegen seiner Nähe zur Stadt Kempten!